Aktion "Mir iwwerwaachen d'Iwwerwaacher"
Staatliche Videoüberwachung: Transparenz und Mitentscheidung dringend erforderlich!
Am 18. November 2009 hat Innenminister Jean-Marie Halsorf die Video-Überwachung in
Luxemburg um ein Jahr verlängert, ohne die Beurteilung zu veröffentlichen, die über den
Erfolg oder Misserfolg der Video-Überwachung in Luxemburg entscheiden sollte.
1. Die Visupol Studie muss veröffentlicht werden. Es kann nicht sein, dass der Innenminister
weiterhin die Resultate der Studie unter Verschluss hält. Die Evaluierung des Projektes
müsste laut Réglement grand-ducal (01.08.2007) längst abgeschlossen sein.
→ Wir fordern die sofortige Veröffentlichung der Studie!
2. Die Weiterführung und Ausdehnung von Visupol basiert auf einer nicht neutralen Studie,
denn die Beurteilung wurde von der Polizei selbst durchgeführt und verfasst. Dies
bedeutet, dass der "Erfolg" der Video-Überwachung von den Überwachungsinstanzen
selbst bemessen wurde. Die Ergebnisse der Visupol Studie sind daher als nicht
vertrauenswürdig zu betrachten.
→ Wir fordern eine unabhängige Evaluierung, die von einer neutralen, eigenständigen
Instanz durchgeführt wird!
3. Laut Règlement grand-ducal du 1er août 2007 autorisant la création et l'exploitation par
la Police d'un système de vidéosurveillance des zones de sécurité muss der Innenminister
eine Beurteilung des lokalen "Comité de prévention communal" einholen, bevor neue
video-überwachte Zonen festgelegt werden können. Die Beurteilung des "Comité de
prévention communal" fiel jedoch negativ aus, sodass auch hier eine Ausweitung und
Verlängerung der Video-Überwachung nicht gerechtfertigt sein kann.
→ Wir kritisieren die politische Vorgehensweise des Innenministers!
4. Die unterzeichnenden Organisationen fordern insgesamt mehr Transparenz und eine
größere Kooperationsbereitschaft seitens des Innenministers. Es darf nicht sein, dass die
staatliche Überwachung vom Innenminister und der zuständigen Polizei alleine und im
stillen Kämmerlein vorangetrieben wird.
→ Wir fordern eine öffentliche Orientierungsdebatte über die Sicherheitspolitik!
Am 17. Dezember um 15.00 Uhr werden wir vor dem Gebäude des Innenministeriums
zusammen kommen um friedlich aber bestimmt auf diese Situation aufmerksam zu machen.
Jeder, der sich mit unseren Forderungen identifizieren kann, ist herzlich willkommen an
dieser Aktion gegen den Überwachungswahn teilzunehmen!
Unterzeichnet: Aktion "Mir iwwerwaachen d'Iwwerwaacher"
ADRenalin
déi jonk gréng
Jeunesse Démocrate et Libérale (JDL)
Jeunes Socialistes Luxembourg (JSL)
Piratepartei Lëtzebuerg
sokrates.lu
déi jonk Lénk
UNEL