Die repressive Drogenpolitik ist gescheitert

Vor etwa 12 Monaten veröffentlichte die JDL ein Presseschreiben zur Legalisierung von Cannabis, das für viel Aufmerksamkeit sorgte. Die aktuelle Diskussion um die Ereignisse rund um das „Rock-A-Field“ zeigen, dass dieses Thema weiter von großer Wichtigkeit ist und die Politik gefordert ist: die Drogenpolitik der letzten Jahrzehnte ist gescheitert und muss überdacht werden!

Die Jungen Demokraten möchten die Substanz Cannabis weiterhin nicht verharmlosen. Trotzdem sind wir der festen Überzeugung, dass eine staatliche Regulierung des Cannabiskonsums zu besseren Ergebnissen führt als die aktuelle Politik.

Die Jungen Demokraten haben in den letzten Monaten intensiv mit der Demokratischen Partei über mögliche Alternativen in der Drogenpolitik diskutiert. Nach mehreren Zusammentreffen wollen beide Organisationen gemeinsam Vorschläge für eine mögliche staatliche Regulierung des Cannabiskonsums ausarbeiten. Diese sollen zu besseren Präventionsmaßnahmen bei Jugendlichen, einer effektiveren Bekämpfung der organisierten Kriminalität und einer besseren Betreuung von Abhängigen führen. Die Einnahmen einer möglichen Regulierung sollten dabei für präventive Maßnahmen bzw. für die Behandlung der Abhängigkeit eingesetzt werden.

DP und JDL teilen die Überzeugung, dass die repressive Politik gescheitert ist und ein neuer Weg eingeschlagen werden muss.

Überblick:

Sommer 2014: Die Jungen Demokraten fordern mittels einer Pressemitteilung die Legalisierung von Cannabis zum therapeutischen und freizeitlichen Gebrauch

September 2014: Die Jungen Demokraten gründen zusammen mit anderen Jugendorganisationen das „Cannabis Bündnis Luxemburg“

Februar 2015: Das „Cannabis Bündnis Luxemburg“ organisiert eine Diskussionsrunde zur Drogenpolitik zwischen Experten und Politikern.

Mai 2015:Abstimmung im DP „Comité Directeur“: Auf JDL-Initiative fasst die Demokratische Partei einen möglichen staatlich kontrollierten Gebrauch von Cannabis ins Auge und erklärt ihre Absicht gemeinsam mit der JDL Wege aus der repressiven Drogenpolitik auszuarbeiten.

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Eis Fuerderungen am Cadre vum Gaymat 2015

Dans le cadre du Gaymat 2015 et suite à l’introduction du mariage pour tous au Luxembourg le 1er janvier 2015, la Jeunesse Démocrate et Libérale (JDL) souhaiterait cette année thématiser plusieurs sujets LGBTI qui restent en suspens et mériteraient d’être abordés par le gouvernement actuel:

– La situation juridique des personnes transsexuelles, transgenre et autres reste compliquée et mériterait d’être abordée par les autorités afin de faciliter la vie de tous les jours de ces personnes.

La JDL demande ainsi une simplification des démarches de rectification de l’état civil pour les personnes concernées en adoptant une législation flexible en termes de définition de sexe par le gouvernement.

– La JDL exige que les sujets LGBTI soient intégrés d’avantage dans les programmes de l’éducation secondaire et secondaire technique ainsi qu’à l’école fondamentale.

Il est crucial de s’attaquer aux racines de l’homophobie dès le plus jeune âge, mais également parmi certains groupes plus enclins à céder aux mythes simplistes, faisant de l’homosexualité une invention « occidentale ». Un cours d’éducation spécifique serait complémentaire aux cours civiques ou de planning familial existants.

– La JDL lance également un appel aux communautés religieuses de par le monde de se montrer plus ouvertes à l’existence de l’homosexualité qui doit cesser d’être décrit comme un « péché » ou une « abomination ».

L’attitude de certains groupes chrétiens évangéliques, d’intégristes catholiques, musulmans ou autres est inacceptable. La JDL salue à cet effet les efforts incessants d’associations laïques ou religieuses modérées qui militent depuis les années 1960 pour plus de tolérance et l’inclusion de personnes LGBTI. Dans le contexte de la réorganisation du financement des cultes au Luxembourg, la JDL invite l’Etat à veiller à ce que les cultes subventionnés respectent l’orientation sexuelle de tout et chaque citoyen luxembourgeois.

– Nous exigeons une réforme non-discriminatoire concernant les familles LGBTI et un débat ouvert et informé sur la gestation par autrui.

Loin de vouloir lancer une discussion émotionnelle à ce sujet, la Jeunesse Démocrate et Libérale encourage le gouvernement à s’inspirer des expériences positives de pays comme la Belgique ou les Pays-Bas, qui ont légalisée la gestation par autrui et de prendre une position à la fois éthique, pragmatique et non- idéologique en la matière qui permettrait également de prendre en compte le vieillissement de nos populations et la baisse de la fertilité parmi les couples hétérosexuels.

– Dans ses missions internationales, le Luxembourg devrait adopter une attitude beaucoup plus claire et cohérente en termes de conditionnalité et de droits de l’homme que ce soit dans ses relations politiques, économiques et/ou de coopération ou développement.

Parmi les pays cibles ou partenaires du Luxembourg, certains sont régulièrement épinglés par des organisations de défense des droits de l’homme, notamment en Afrique (p.ex. au Sénégal ou en Ouganda) et au Moyen-Orient (p.ex. dans les territoires palestiniens ou en Iran). Les droits de personnes LGBTI ne doivent jamais être mis en question, pas même pour des raisons de développement ou de situation de crise. Les droits de l’homme ne sauraient souffrir d’un traitement asymétrique, mais méritent une reconnaissance complète et entière dans le cadre de la cohérence des politiques prônée sans relâche par les gouvernements luxembourgeois successifs. A la même occasion, les Jeunes Démocrates rappellent leur engagement international de longue date en faveur des droits des personnes LGBTI de par le monde. Sous en-tête de l’événement

Menschenunwürdige Flüchtlingspolitik in der „Festung“ Europa!

Angesichts der stetig ansteigenden Zahl von Flüchtlingen und der menschlichen Tragödien, die sich regelmäßig im Mittelmeerraum abspielen, fordern die Jungen Demokraten die Regierung auf, sich auf europäischer Ebene aktiv für eine kohärente und nachhaltige gemeinsame Asylpolitik einzusetzen.

Quotenverfahren festlegen:

Die gegenwärtigen Auflagen der Asylpolitik, basierend auf dem Dublin III-System, sind ineffizient und in jeglicher Hinsicht vollkommen inakzeptabel. Die Verantwortung über die Flüchtlingsströme lastet fast ausschließlich auf den Schultern der wenigen Mitgliedsstaaten, welche die südliche Außengrenze der EU bilden: Griechenland, Italien, Malta und Spanien. Im Sinne der Solidarität unter den Mitgliedsstaaten der EU wäre es sinnvoller ein Quotenverfahren festzulegen, so dass jedes EU-Mitgliedsland, gemäß seiner Größe, eine gewisse Anzahl von Asylbewerbern aufnehmen müsste, um somit die Staaten Südeuropas finanziell und logistisch zu entlasten.

Lebensbedingungen verbessern:

In einer Gemeinschaft wie der Europäischen Union, welche auf humanistischen Werten und einer historischen Tradition von Emigration und Immigration aufbaut, sollte es vorrangig darum gehen Flüchtlingen zu helfen und menschenunwürdige Lebensbedingungen, wie in den Lagern in Calais, Ceuta, Melilla oder Süd-Italien, zu verhindern. Außerdem werden Flüchtlinge durch ihre prekäre Situation oft Opfer von Ausbeutung, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen: untragbare Zustände innerhalb der Europäischen Union! Nachdem das von Italien finanzierte Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum” Ende 2014 eingestellt wurde, trat das Projekt „Triton” der EU-Grenzschutzagentur FRONTEX in Kraft. Die oberste Priorität von FRONTEX ist jedoch eher der Grenzschutz als die Errettung der Flüchtlinge, besonders da die finanziellen Mittel der Agentur stark begrenzt sind. Dass nach wie vor Menschen auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Krankheiten auf unseren Gewässern zu Tode kommen, ist vollkommen inakzeptabel und ein Armutszeugnis für die europäische Wertegemeinschaft.

Eine Ausgrenzung sogenannter „Fremde“ an den Grenzen darf es im 21. Jahrhundert nicht mehr geben.  Ein Land wie Luxemburg, dessen kultureller Reichtum durch das Zusammenleben verschiedener Kulturen Symbolcharakter besitzt, muss sich mit aller Entschlossenheit für eine bessere Asylpolitik einsetzen. Zugleich muss der interkulturelle Dialog mit allen Beteiligten gefördert und verbessert werden, damit die progressiven Werte in Europa nicht Weltanschauungen, die von Intoleranz, Fremdenhass, Fundamentalismus und Misogynie geprägt sind, weichen

JDL Nationalkongress: Die Jugend für Politik begeistern

Am Samstag fand in Bad Mondorf der JDL Kongress statt. Dabei wurden 6 von 9 Posten im Exekutivkomitee neu besetzt. Estelle Malané wurde zur neuen Vizepräsidentin gewählt und Claudine Michels tritt die Nachfolge von Jeff Feller als Generalsekretärin an. Derweil wurde Marc Ruppert in seinem Amt als Präsident der Jungen Demokraten bestätigt.

Die JDL blickte auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr zurück. Viele junge Menschen haben sich in den letzten Monaten der JDL angeschlossen und zeugen für das durchaus rege Interesse der Jugend an der Politik.

Die JDL hatte sich zum Ziel gesetzt, die Regierungsarbeit kritisch zu begleiten und der Jugend eine starke Stimme zu geben. Zahlreiche Stellungnahmen in den letzten 12 Monaten unterstreichen diese Zielsetzung. So wurden mehr als 14 Standpunkte von den Mitgliedern gestimmt und veröffentlicht. Dabei ging es unter anderem um die Studienbeihilfen, den „Fonds souverain“, den Wohnungsbau, die Jugendarbeitslosigkeit, die gesetzlichen Urlaubstage, die Orientierung in der Schule, die Asylpolitik und die Drogenpolitik, um nur einige zu nennen.

Auf die neue Mannschaft wartet derweil viel Arbeit. Die Jungen Demokraten haben bereits vor mehreren Wochen ihre Referendumskampagne für ein Ja zum Wahlrecht mit 16 und zum Ausländerwahlrecht begonnen. Über die Volksbefragung hinaus, stehen besonders die Jugendorganisationen in der Verantwortung, die Jugend Luxemburgs noch stärker für die Politik zu begeistern.

Mitglieder des neuen Exekutivkomitees: Marc Ruppert (Präsident), Estelle Malané (Vizepräsidentin), Claudine Michels (Generalsekretärin), Mike Arrensdorff (2. Sekretär), Sven Bettendorf (Schatzmeister), David Weis (International Officer), Martine Birkel (Mitglied), Alex Flammant (Mitglied), Michael Agostini (Mitglied)

 DEMOKRATIE ZU LËTZEBUERG 

D’Chrëschtlech-Sozial Jugend, Déi Jonk Gréng, d’Jonk Demokraten an d’Jonk Sozialiste schwätzen sech prinzipiell fir ee Wahlrecht fir Awunner ouni lëtzebuerger Nationalitéit an d’Wahlrecht mat 16 aus. Zesumme wëlle mir ons asetze fir d’Demokratie zu Lëtzebuerg ze moderniséieren an dat iwwert all politesch Weltanschauungen eraus.

D’Wahlrecht fir Awunner ouni lëtzebuerger Nationalitéit

Mir sinn der Meenung, dass d’Wahlrecht net méi un d’Nationalitéit alleng soll gebonne sinn. Den Taux vun den Awunner ouni lëtzebuergesch Nationalitéit leit bei mëttlerweil 44%, a Lëtzebuerg muss Weeër fannen, fir ee groussen Deel vun deene Leit aktiv an ons Demokratie anzebannen. Dëst kann am Beschten iwwert de Wee vun enger Ouverture vum aktive Wahlrecht goen.

Déi am Referendum proposéiert Modalitéiten (eng Residenzzäit vun 10 Joer an d’Obligatioun mussen an Europa-a Gemengewahle matgewielt ze hunn) sinn eiser Meenung no ze restriktiv. Hei musse weider Efforte gemaach gi fir den demokrateschen Defizit ofzebauen an d’Integratioun vun eise Matbierger ouni lëtzebuerger Nationalitéit ze garantéieren.

D’Wahlrecht mat 16 Joer

Déi véier gréisste politesch Jugendorganisatiounen aus dem Land begréissen ee Wahlrecht mat 16 Joer. Jugendlecher, déi sech mat 16 oder 17 Joer fir Politik interesséieren an déi bereet sinn sech op eng Wahllëscht anzeschreiwen, sollen d’Recht kréien, hir Stemm ofzeginn.

D’Chrëschtlech-Sozial Jugend, Déi Jonk Gréng, d’Jonk Demokraten an d’Jonk Sozialiste schwätzen sech an deem Kontext dofir aus, dass d’politesch Bildung an de Schoulen eng méi wichteg Platz muss kréien.

Partizipatiouns- an Diskussiounskultur

D’CSJ, Déi Jonk Gréng, d’JDL an d’JSL begréissen d’Beméiunge vun der Politik, d’Bierger méi anzebannen a si zu Verfassungsännerungen ze befroen. Doriwwer eraus si mir der Meenung, dass d’ Bierger méi systematesch sollen zu wichtege politesche Froe Stellung huelen.

Allerdéngs soll dëst net ouni eng breed Diskussioun am Virfeld geschéien. Mir regrettéieren dass haut, 65 Deeg virum Referendum, dëse breeden Debat an der Gesellschaft nach net genuch stattfonnt huet.

Demokratie-zu-Letzebuerg-2015

JDL zur Netzneutralität

Youth of Europe sounds the alarm on net neutrality

More than 80 political youth parties in 30 European countries are heavily dissapointed by the intentions of the EU-Council of Ministers not to safeguard Net Neutrality! Today, the Council will decide whether they will keep allowing internet providers to censor or slow down internet services. For the first time in history, youth organizations from all over the continent and from all political families have united for a political cause. In Luxembourg, the Democratic and Liberal Youth (JDL) has joined the coalition.

The open internet in danger

The European Parliament and several EU-member states have already spoken out in favour of net neutrality, which prevents internet service providers (ISPs) from discriminating internet traffic. Multiple reports indicate that the EU-Council is fiercely opposing those efforts, to the dissatisfaction of the European youth. ISPs want to decide which websites their clients are allowed to visit. If telephone companies would decide who you are allowed to call, everyone would oppose it. The same principle should be applied to the internet, and that’s why we need a net neutrality law.

Largest youth coalition in history

It never happened before that so much youth organizations in Europe bundled their forces behind a single message: “Ministers, do not let telecom providers decide which policy you support. Instead, listen to this call from Europe’s youth, the generation that grew up with the internet. You can no longer ignore such a strong statement, which is supported up from left to right and from all corners of the continent.”

The full text of the manifesto, including a list of all signatories, is available on the website www.youth4netneutrality.eu

JDL zur Urlaubsflexibilisierung

Junge Demokraten fordern zusätzliche Flexibilisierung der Urlaubstage

Die Jungen Demokraten begrüßen die Bemühungen von Familienministerin Corinne Cahen, den Elternurlaub zu flexibilisieren und somit jungen Familien mehr Planungsfreiheit zu verschaffen. In diesem Kontext schlägt die JDL vor, diese Überlegungen nicht nur auf den Elternurlaub zu reduzieren. Eine gezielte Flexibilisierung bei den Urlaubstagen könnte vor allem jungen Menschen Vorteile bringen:

1. Übertragen und vorgreifen

Wir fordern die Möglichkeit zu schaffen, unbenutzte Urlaubstage anzurechnen und auf das gesamte folgende Jahr zu übertragen. Dies sollte nicht nur in Ausnahmefällen möglich sein, sondern zur Wahlfreiheit des Arbeitnehmers gehören. Vorstellbar wäre zudem, nicht nur eine zu definierende Anzahl an Arbeitstagen auf einen späteren Zeitraum zu übertragen, sondern auch auf in Zukunft ausstehende Urlaubstage vorzugreifen.

2. Congé sans solde flexibilisieren

Auch eine Flexibilisierung des „congé sans solde“ könnte vorgenommen werden. Denkbar wäre zum Beispiel eine teilweise Weiterbezahlung während des „congé sans solde“ bei gleichzeitig angesammelten finanziellen Einbußen vor oder nach dem unbezahlten Urlaub.

3. Vorgriff auf altersbedingte Urlaubsstage 

Auch fordern wir die Flexibilisierung der Urlaubstage, die den Arbeitnehmern im Alter zustehen. Demnach kommen verschiedene Arbeitnehmer ab dem 50ten Lebensjahr in den Genuss zusätzlicher Urlaubstage. Diese zu flexibilisieren wäre eine zusätzliche Freiheit, vor allem für jungen Menschen. Denkbar wäre auch hier ein Vorgriff auf eine zu definierende Anzahl an Urlaubstagen, auf die man dann im Alter verzichtet. Sinn und Zweck solcher Urlaubstage definieren sich in vielen Berufssparten längst nicht mehr nur durch das Alter. Durchaus kann ein Vorgriff Vorteile bringen, vor allem in bestimmten Lebenssituationen.

4. Urlaubstage auf Arbeitskollegen übertragen

Schließlich sollte auch über die Möglichkeit diskutiert werden, Urlaubstage nicht nur in der Zeit zu flexibilisieren, sondern teilweise und bei Wunsch ebenfalls auf andere Personen im gleichen Betrieb zu übertragen. Für viel Aufmerksamkeit sorgte so zum Beispiel ein Fall in Frankreich Ende letzten Jahres. Arbeitskollegen hatten Urlaubstage gesammelt und so einem Busfahrer ermöglicht, sich ein Jahr bei fortlaufender Lohnauszahlung um seine kranke Frau zu pflegen.

Die vorgeschlagenen Änderungen sollten darauf abzielen, den Arbeitnehmer freier entscheiden zu lassen, wann er anfallende Urlaubstage beanspruchen möchte. Diesbezügliche Freiheiten könnten das Arbeitsleben bedeutend verbessern ohne die Wirtschaftskraft zu schwächen. Im Gegensatz zu anderen Jugendorganisationen sind die Jungen Demokraten der Auffassung, dass nicht utopische Vorschläge wie z.B. die 21-Stundenwoche realistische Verbesserungen bringen, sondern gezielte Flexibilisierung und zusätzliche Entscheidungsfreiheit, vor allem für junge Arbeitnehmer.

 

 

JDL-Flexibilisierung-Urlaub

JDL fordert Legalisierung von Marihuana für medizinische Forschung und privaten Gebrauch

JDL fordert Legalisierung von Marihuana für medizinische Forschung und privaten Gebrauch

Nach den rezenten Diskussionen in einigen Nachbarländern unterstreicht die JDL ihre Forderung nach einer staatlich kontrollierten Legalisierung des Verkaufs und Anbaus von Marihuana, unter Berücksichtigung strenger Regeln. Dabei sollte der Vertrieb in staatlich überwachten Einrichtungen erfolgen und die verkaufte Menge sollte eingeschränkt sein. Das Mindesterwerbsalter sollte 18 Jahre betragen und der Konsum in der Öffentlichkeit sollte untersagt werden. Außerdem sollte der private Anbau verboten bleiben, um die staatliche Kontrolle über den Vertrieb zu garantieren.

Die JDL vertritt die Meinung, dass jeder Mensch das Recht haben sollte, in eigener Verantwortung zu handeln. Eine Legalisierung wäre zudem ein bedeutender Schritt gegen die organisierte Kriminalität, deren Haupteinnahmequelle der Verkauf von Marihuana und weiteren Drogen ist. Mit den generierten Einnahmen durch die Besteuerung von Marihuana sollen Präventionsmaßnahmen bei Jugendlichen und Therapien für Abhängige geschaffen werden.

Außerdem fordert die Jeunesse démocrate et libérale die Legalisierung verschiedener Substanzen zu Forschungs- oder Behandlungszwecken im medizinischen Bereich. Gemeint sind Substanzen wie THC und MDMA, die in manchen Ländern längst medizinisch erforscht sind und in Medikamenten eingesetzt werden, um betroffenen Patienten die bestmögliche Behandlung zu garantieren.

Nationalkongress der JDL: Marc Ruppert neuer Präsident und Vorstellung des Europawahlprogramms

Am Samstag wurde in Betten eine neue JDL Spitze gewählt. Die Wahlen standen im Zeichen einer Rundumerneuerung, da nicht weniger als 6 von 8 Posten im Exekutivkomitee neu besetzt wurden. Nachfolger des in die Chamber nachgerückten Ex-Präsidenten Max Hahn wird der ehemalige JDL Zentrumspräsident Marc Ruppert.

Die JDL blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück, das vor allem durch den Einzug drei ihrer Mitglieder in das Parlament gekennzeichnet war. Für die Zukunft haben sich die Jungen Demokraten zum Ziel gesetzt, intern wie auch extern kritisch aufzutreten. Die Regierungsbeteilung der DP öffnet der demokratischen Jugend weitere Mögichkeiten, ihre Ideen und Standpunkte einzubringen.

Mit Blick auf die Europawahlen präsentierte Generalsekretär und Europakandidat Jeff Feller das Europawahlprogramm der JDL, das vom Kongress angenommen wurde.
Vize-Präsident Laurent Brosius kündigte zudem eine Pressekonferenz an, bei deren Gelegenheit die JDL ihre Standpunkte zu den Koalitionsvereinbarungen im Detail offenlegen will.

Mitglieder des neuen Exekutivkomitees:
Marc Ruppert (Präsident), Laurent Brosius, Carole Hartmann, Claude Schommer (Vizepräsidenten),           Jeff Feller (Generalsekretär), Mike Arrensdorff (2. Sekretär), Maryse Frantzen (Schatzmeisterin), David Weis (International Officer).

 

Europawahlprogramm: Ein besseres Europa

Video op Youtube
Bild uklicken fir den JDL-Wahlspot ze kucken

Die Europäische Union leidet nicht nur unter einer Wirtschafts- und Währungskrise, sondern auch unter einer nun schon jahrzehntenlange andauernden Krise des Vertrauens. Immer mehr EU-Bürger äußern sich skeptisch zum Projekt Europa, sehen in ihm das Problem und nicht die Lösung. Um diese Krise zu überwinden, schlagen wir folgende Ansätze vor:
I. Ein transparentes und demokratisches Europa mit starken Institutionen
 
 Die demokratische Legitimation der Entscheidungen die im Rahmen der Europäischen Union genommen werden, muss gestärkt werden, u.a. anhand von folgenden Maßnahmen:
a) Die Befugnisse des Europäischen Parlamentes (Initiativrecht, bindende Entscheidungen und Stellungnahmen in allen Bereichen) müssen erweitert werden;
b) Der Ratspräsident sollte direkt durch die EU-Bürger gewählt werden und der Rat in eine demokratisch legitimierte zweite Kammer umgewandelt werden;
c) Die zukünftigen Mitglieder der Europäischen Kommission sollten aus den Reihen der Europaabgeordneten ausgewählt werden;
d) Der Grundsatz der Subsidiarität muss gestärkt werden, so dass die nationalen Parlamente stärker an der Entwicklung und Umsetzung der europäischen Gesetze beteiligt sind ;
e) Die Unanimität sollte bis auf einige wenige Bereiche (z.B. die Fiskalpolitik) abgeschafft werden, vor allem und gerade in der Außenpolitik.
II. Ein wettbewerbsfähiges Europa in einer globalisierten Weltwirtschaft

Es muss sichergestellt werden, dass die EU ein zentraler Pfeiler der Weltwirtschaft bleibt, um den europäischen Lebenstil zu erhalten und die Arbeitslosigkeit dauerhaft in den Griff zu bekommen. Dies erfordert interne strukturelle Reformen in den Mitgliedstaaten und die Vervollständigung des Binnenmarktes. Nur so kann das Vertrauen in die EU und den Euro wiederhergestellt werden:

a) Regulierung sollte auf das unbedingt notwendige Mindestmaß für das reibungslose Funktionieren des Marktes und für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik begrenzt werden;
b) Subventionen müssen überprüft und falls nötig abgeschafft werden, um das Geld in zukunftsträchtige innovative Forschungs- und Wirtschaftszweige zu investieren;
c) Die Entwicklungshilfe sollte um eine freiere Handelspolitik ergänzt werden, damit Entwicklungsländer besser und langfristig in den Weltmarkt integriert werden.
d) Die europäische Handelspolitik muss sich noch stärker darum bemühen, neue Märkte zu erschließen, z.B. durch Freihandelsverträge mit den USA, Japan, Brasilien oder China.
e) Die Frage des Budgets muss ein für alle Mal geregelt und nicht mehr in Verhandlungen entschieden werden: Europa braucht seine eigenen Ressourcen, was aber nicht zu Steuererhöhungen in den Mitgliedsstaaten führen darf.

f) Es muss zu einer Stärkung der Stabilitätskriterien kommen mit wirksamen Sanktionen im Falle ihrer Nicht-Einhaltung. Zugleich, muss es zu einem klaren Bekenntnis zum Prinzip der Solidarität kommen, u.a. durch die Einführung von Eurobonds.

III. Ein Europa der freien Werte und Rechte
Die Charta der Grundrechte der europäischen Union und die Veträge setzen die Grundprinzipien fest, auf denen die EU beruht: Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die EU muss sicherstellen, dass diese Grundsätze eingehalten werden.
a) So sollte die EU die Grundrechte der Bürger in ihrem alltäglichen Leben respektieren, einschließlich des Rechts auf Achtung des Privatlebens;
b) Ein besserer Schutz der Rechte geistigen Eigentums muss möglich sein, ohne dabei die Grundrechte der Bürger, einschließlich der Freiheit der Meinungsäußerung und das Recht auf Kultur zu gefährden;
c) Mitgliedsstaaten, die die europäischen Grundrechte und Werte wie sie in den Verträgen festgehalten wurden nicht respektieren, müssen – falls nötig – auch mit wirksamen Sanktionen bestraft werden.
Ein liberales Europa sollte ein föderales Europa sein, das besser funktioniert, weniger schwerfällig und stärker demokratisch legitimiert ist, sowie international respektiert wird. Es ist ein Europa, das seine politische und wirtschaftliche Einheit intern und extern konsequent vervollständigt und zugunsten seiner Bürger einsetzt.