Méi Chancëgläichheet duerch d’Relance vun de Schoulen

Mehr Chancengleichheit durch die Wiederinbetriebnahme der Schulen

Die Regierung hat Mitte April die erste Phase der Exit-Strategie aus der Corona-Krise eingeläutet. Zu dieser ersten Phase gehört die schrittweise Wiederinbetriebnahme der Grund- und Sekundarschulen. Zur Einschränkung des Covid-19-Übertragungsrisikos hat das Bildungsministerium strenge Sicherheitsmaßnahmen, wie das Aufteilen der Klassen und eine Maskenpflicht, getroffen. Zusätzlich sind Schüler, die zur Risikogruppe gehören oder in deren Haushalt eine gefährdete Person lebt, weiterhin von der physischen Präsenz in der Schule befreit und können auf das sogenannte E-Schooling zurückgreifen. Außerdem haben alle Schüler die Möglichkeit, sich auf das Virus testen zu lassen. Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs wurde in den letzten Tagen und Wochen sehr kontrovers diskutiert. Auch wenn die Wiederaufnahme des Schulbetriebes in den letzten Tagen und Wochen sehr kontrovers diskutiert wurde, gibt es gute Gründe, diese zu befürworten. 

In einem Interview mit dem Luxemburger Wort (28.04.20) hat Dr. Patrick Theisen, der Präsident der Vereinigung der Kinderärzte die Entscheidung der Regierung begrüßt. Andauerndes Social Distancing und die Tatsache, zuhause eingesperrt zu sein, tue Kindern nicht gut. Viele Experten sind sich einig, dass dies Kindern nachhaltig schade. Neben den psychischen Auswirkungen auf Schüler darf auch die physische Gefahr, sprich häusliche Gewalt, nicht übersehen werden. So warnen Polizei und Organisationen wie Femmes en Détresse, dass sich die Zahl der häuslichen Gewalt während des Lockdowns erhöhen wird. Besonders dramatisch ist die Tatsache, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, da Opfer derzeit nicht die Möglichkeit haben, einen Hilfsdienst zu kontaktieren. 

Neben psychischen und physischen Gefahren drohen zudem bereits bestehende sozioökonomische Ungleichheiten durch das E-Schooling noch größer zu werden. Nicht jeder Schüler hat dieselben Voraussetzungen und Mittel zu Hause zur Verfügung. Damit der Gleichheitsgrundsatz für alle Schüler gegeben ist, stellt auch der fakultative Schulbesuch keine Option dar. Dieser würde das Gefühl einer Zwei-Klassen-Bildung unterstreichen, bei der soziale Ungerechtigkeiten stärker zum Vorschein kommen.  

Die beiden Argumente gelten in gewisser Weise auch für Kleinkinder, die einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte besuchen. Der luxemburgische Kinderarzt Dr. Fernand Pauly hat im RTL-Interview(30.04.2020) darauf hingewiesen, dass es besonders für Kinder, deren Muttersprache nicht Luxemburgisch ist, wichtig ist wieder zur Schule gehen zu können, da sie dort die Landessprache erlernen. Zudem sei der Besuch der Kindergärten notwendig für die Weiterentwicklung der Psychomotorik.

Aus diesen Gründen begrüßen die Jonk Demokraten die Wiederinbetriebnahme der Bildungseinrichtungen. Auch wenn Ängste und Zweifel von Schülern, Eltern und Lehrern teilweise nachvollziehbar sind, wäre der Gesamtschaden für Kinder und Jugendliche schwerwiegender.

E Recht op Teletravail!

Recht auf Telearbeit

Aufgrund der aktuellen sanitären Krise ist die Wirtschaftsleistung in fast allen Industriestaaten innerhalb weniger Tage eingebrochen. Viele Firmen haben in Rekordzeit ihren Angestellten eine flächendeckende Telearbeit ermöglicht, obwohl diese anfangs behaupteten, es sei unmöglich von zu Hause aus zu arbeiten.

Aus einer STATEC-Studie (2019) geht hervor, dass immerhin 20% der Befragten von Telearbeit profitieren, aber auch, dass lediglich 7% dies mehr als 7 Stunden pro Woche nutzen können. Dies verdeutlicht, dass nach und nach mehr Menschen auf Telearbeit zurückgreifen können, dies aber nur für eine sehr geringe Anzahl an Stunden. Ein Blick auf die Gesetzeslage zeigt: In Luxemburg gibt es bislang kein gesetzlich verankertes Recht auf Telearbeit. Wurde dazu nichts im Vertrag festgehalten, bleibt dem Arbeitnehmer nur der Weg über eine Nachverhandlung.

Von der Telearbeit profitieren nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber und Umwelt. Den Arbeitnehmern gewährt sie mehr Flexibilität, so dass sie beispielsweise den Eltern eine gewisse Planungsfreiheit im Alltag sowie die Möglichkeit mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, erlaubt. Bei einem Telearbeit-Pilotprojekt des Ministeriums für den öffentlichen Dienst (2018), wurde außerdem festgestellt, dass die Produktivität der Beamten gestiegen ist, die Work-Life-Balance verbessert wurde und es zu weniger Krankschreibungen kam. Ganze 75% der Probanden sprachen sich für eine Weiterführung der Telearbeit aus. Des Weiteren zeigt eine Studie der Universität Stanford (2015), dass auch die Arbeitgeber von Telearbeit profitieren. Neben weniger Krankschreibungen und höherer Produktivität bietet sie weitere finanzielle Vorteile: Arbeitgeber können Kosten, einschließlich Immobilien- und Betriebskosten, reduzieren oder sogar eliminieren. Letztlich entlastet die Telearbeit auch den Verkehr und reduziert somit auch die CO2-Emissionen, was der Umwelt zugute kommt.

Die Jonk Demokraten fordern die Regierung deshalb dazu auf, den Arbeitnehmern ein Recht auf Telearbeit zu gewähren. Ähnlich wie in den Niederlanden muss ein Antrag vom Arbeitnehmer gestellt werden um dieses Recht auf Telearbeit zu beantragen. Im Falle einer Absage muss der Arbeitgeber diese begründen und dafür schwerwiegende Dienst- oder Betriebsinteressen anführen. Demzufolge ist eine Absage nur dann möglich, wenn:

  • Die Telearbeit zu schweren Sicherheitsrisiken;
  • Zu unlösbaren Problemen in der Dienstplanung;
  • Zu untragbaren finanziellen Schäden führt.

Darüber hinaus fordern wir die Ausarbeitung eines staatlichen Förderprogramms zur Einführung von Telearbeit vor allem in kleine und mittlere Unternehmen. Dieses Programm soll in Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberverbänden ausgearbeitet werden. Denkbar wäre eine staatlich geförderte Beratung mit dem Ziel, einen auf das Unternehmen zugeschnittenen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Dieser soll die Ausarbeitung des Bedarfs an IT-Infrastruktur beinhalten.

Außerdem fordern wir, dass die diplomatischen Gespräche bezüglich der Doppelbesteuerungsabkommen mit den Nachbarländern weitergeführt und intensiviert werden. Sowie in der momentanen sanitären Krise, sollen die Grenzgänger das gleiche Recht auf Telearbeit haben wie in Luxemburg ansässige Beschäftigte und dies ohne steuerliche Benachteiligungen.

Schließlich fordern wir ergänzend auch den Ausbau und die Förderung der Co-Working Spaces. Damit sollte alles daran gesetzt werden den Pendlern dieselben Vorteile und somit das gleiche Recht auf Telearbeit zu ermöglichen. Die Co-Working Spaces sollten an den Grenzen und außerhalb der Hauptstadt errichtet werden.

Zusammenfassend würden alle Akteure von dem Konzept der Telearbeit und den Co-Working Spaces profitieren: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, die allgemeine Verkehrssituation und somit die Umwelt. Telearbeit soll mehr als nur eine Option sein – Sie soll zur Selbstverständlichkeit werden, immerhin zeigt die aktuelle Covid-19 Krise, dass in vielen Bereichen Aufgaben des beruflichen Alltags abseits des gewohnten Arbeitsplatzes erledigt werden können.

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Sicherheit statt Straßenstrich

Sicherheit statt Straßenstrich

Nach dem tragischen Mord an einer jungen Prostituierten ist das Thema Prostitution wieder einmal in die Öffentlichkeit gedrungen. Frauen und Männer die zu jeder Jahreszeit auf der Straße stehen, gehören seit Jahrzehnten zum Luxemburger Stadtbild. Über die unsicheren Bedingungen in denen diese Menschen zurzeit arbeiten müssen, machen sich die wenigsten Nachtschwärmer der Hollericher Straße Gedanken. In diesem Zusammenhang forderten die Jungen Demokraten bereits bei der Umsetzung der neuen Gesetzgebung über die Prostitution einen neuen Ansatz um das Umfeld sicherer für die betroffenen Personen zu gestalten.

Den Schritt der Regierung, eine Austrittschance für Prostituierte anzubieten, begrüßen die Jungen Demokraten, doch werden dadurch die Betroffenen nicht in ihrem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung gestärkt. Denjenigen, welche sexuelle und erotische Dienstleistungen aus freien Stücken anbieten wollen, müssen Rahmenbedingungen gegeben werden.  Zwangsprostitution und Prostitution Minderjähriger bleiben natürlich nach wie vor Straftaten, die mit aller Härte bestraft werden müssen.

Die Jungen Demokraten schlagen deswegen folgendes Modell vor:

Prostituierte sollen ihren Beruf straffrei ausüben können, ihre Erwerbstätigkeit soll als freischaffender Beruf anerkannt werden. Diesem können sie sowohl bei Haus- und Hotelbesuchen nachgehen als auch in sogenannten Etablissements, in denen sie ein Zimmer mieten können. So sind sie nicht mehr den Gefahren der Straße ausgesetzt. Die zeitlich begrenzten Lizenzen für diese „Etablissements“ sollen unter gewissen Voraussetzungen vom Staat vergeben werden. Diese regulatorischen Maßnahmen sollen nicht die Freiheit der Betroffenen einschränken, sondern deren Schutz und Rechtssicherheit dienen. Die Bedingungen die an den Betreiber gestellt werden, beinhalten, dass diese/r einen Wohnsitz in Luxemburg und ein leeres Strafregister besitzt. Des Weiteren sollen Hygienenormen in den „Etablissements“ gelten: eine Dusche und ein WC sollen als Standard in jedem Zimmer vorhanden sein.

Um dieses Modell einzuführen muss die Regierung aus der UN-Konvention vom 2. Dezember 1949 (die „Konvention zur Unterbindung des Menschhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer“) aussteigen. Diese Konvention vermischt nämlich Menschenhandel undifferenziert mit Prostitution, verschlechtert dadurch die Situation der SexarbeiterInnen und fördert Kriminalität.  2012 haben einige Gremien der UNO (UNAIDS, UNDP und UNFPA) darauf hingewiesen, dass eine vollständige Entkriminalisierung der Sexarbeit nach Vorbild Neuseelands aus gesundheitlichen wie sicherheitstechnischen Gründen mehr als sinnvoll sei und damit angeraten, die bisherige Position der UNO vollständig zu überarbeiten.

Dem stimmen auch bekannte Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International zu. So beschloss deren Delegiertenversammlung in Dublin eine Resolution, die den internationalen Vorstand damit beauftragt, eine Position zum Thema Prostitution zu entwickeln, die einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen

Erwachsenen entkriminalisiert, da prohibitive Gesetzgebungen stets zu mehr Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung führen.  Amnesty International bekennt sich damit zu einer Politik, die die Menschen- und Bürgerrechte der Prostituierten in den Vordergrund stellt.

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© Google Maps

US-Presidentschaftswahlen 2016

Mat dem Donald Trump zitt sech d’Schléng ëm d’Gläichbehandlung vun de Mënsche weider zou. Seng Wahl gouf och erméiglecht duerch d’Mësstrauen an etabléiert Politiker. D’Jonk Demokrate respektéieren den demokratesche Vote vum amerikanesche Vollék, bezweifelen awer, datt mam Här Trump e neit politescht Vertrauen an e bessert Matëneen erméiglecht kënne ginn.

Nationalkongress 2016

Ce samedi, la Jeunesse démocrate et libérale (JDL) a tenu son 68ème congrès national au centre culturel „Aalt Stadhaus“ à Differdange. A l’occasion, les membres de la JDL ont élu un nouveau comité exécutif se composant de neuf membres. Un renouvellement partiel a eu lieu avec l’entrée en fonction de six nouveaux membres.

Monsieur Claude Schommer succède ainsi à Madame Estelle Malané qui assurait le poste de présidente f.f. Madame Claudine Michels et Monsieur Sven Bettendorf sont confirmés dans leur poste de secrétaire générale, respectivement de trésorier. Le comité exécutif est complété avec les membres suivants: Michael Agostini (vice-président), Tom Strauch (secrétaire adjoint), Stéphanie Goerens (secrétaire internationale), Viviane Schammo-Lauth, Kevin De Oliveira et Eliot Lopes (membres simples). La Jeunesse démocrate et libérale remercie Madame Estelle Malané pour son travail exemplaire et sans faille au sein de la JDL au cours des derniers mois, marqués par plusieurs dossiers de grande envergure – dont un engagement sans relâche dans le cadre de la crise des réfugiés, du débat autour de l’amélioration de l’offre du transport public nocturne, d’interactions renforcées à l’international ou encore pour ce qui est de l’étiquetage des produits à base de tabac. De nombreux nouveaux membres ont également rejoint la JDL ces derniers mois, signe de l’intérêt que les jeunes Luxembourgeois portent aux évolutions politiques, économiques et sociales du Grand-Duché.

La JDL se félicite des bons résultats obtenus au cours de l’année écoulée qui sont le fruit d’un esprit politique jeune, dynamique et innovant, mettant l’accent sur les valeurs libérales. Les jeunes Libéraux continueront à observer l’actualité nationale et internationale avec un regard critique, constructif et novateur afin de permettre aux jeunes de se faire entendre, de s’engager, de défendre leurs idées et de réaliser leurs espoirs au Luxembourg et au-delà.

Kondolenzschreiben

Luxemburg, den 21. März 2016

Sehr geehrte Familie,
sehr geehrter Herr Lindner,
sehr geehrte Freie Demokraten,
sehr geehrte Junge Liberale,

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht über den unerwarteten Tod ihres Freundes und Kollegen Guido Westerwelle aufgenommen. Zu diesem schweren und verfrühten Verlust möchten wir Ihnen unser aufrichtiges Beileid aussprechen.

Mit Guido Westerwelle haben Deutschland sowie die FDP, der er seit über 20 Jahren angehörte, eine außergewöhnliche und äußerst sympathische Persönlichkeit verloren.

Als Politiker, hat er sich in den langen Jahren seines öffentlichen Wirkens breite Anerkennung und hohen Respekt – auch über Parteigrenzen hinaus – erworben. Für die Freie Demokratische Partei wirkte er in einer für Deutschland schwierigen Zeit als Bundesaußenminister und Oppositionsführer und hat durch seinen Mut zur Reformierung und Neustrukturierung der FDP sowie deren Parteiprogramm beigetragen und damit wichtige politische Impulse gegeben. Seine politische Leidenschaft galt darüber hinaus stets der Verteidigung der liberalen und demokratischen Grundsätze.

Wir werden Guido Westerwelle durch seine freundliche und offene Art in besonderer Erinnerung behalten und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Wir möchten hiermit seinem Ehemann, seiner Familie sowie allen Kollegen und Freunden, unser tiefstes Mitgefühl ausdrücken und wünschen Ihnen in diesen schweren Tagen von Herzen viel Kraft und Zuversicht.

 

In herzlicher Anteilnahme,

die Jungen Demokraten aus Luxemburg

 

 

Kondolenzschreiben PDF: Kondolenzschreiben

Stop the European Refugee Crisis

Stop the European Refugee Crisis!

Over the past weeks and months the ongoing migrant crisis has considerably worsened: families jeopardizing their lives in order to escape persecution and war, bloody riots in Macedonia, overcrowded refugee camps in Greece, arson attacks in Germany, people suffocated to death in trucks on European motorways  – to name just a few – have shocked public opinion. Political youth organizations in Europe are closely monitoring the latest developments expressing their deep concern. We want to take a stance against these deteriorating humanitarian conditions: the EU must act and needs to assume its historic responsibility in this process.

On September 1, the most intense phase of the Luxembourg Presidency of the Council of the EU is going to begin and we expect concrete results regarding refugee and asylum policies from the Council of Ministers in charge of Justice and Home Affairs as well as from the European Council.  Europe’s decision-makers must negotiate a coherent and lasting strategy and find sustainable answers to this humanitarian crisis.

Political youth organizations are making a plea for solidarity and appeal to Europe’s policy-makers to point the way: progressive values in Europe cannot cede to worldviews nurtured by intolerance, racism, fundamentalism and misogyny. Europe should shine as a beacon of hope for humane and progressive values. Refugees, faced with despair and peril, require all our support. We, the youth of Europe, do not intend to silently accept the suffering of people drowning, dying of thirst, suffocating or being killed in their struggle for a better life. We request sustainable solutions to solve the refugee crisis and we will monitor and hold the European leaders accountable for any further tragedies within or at the European borders.

Pan-European youth organisations : FYEG (Federation of Young European Greens), Jeunes Démocrates Européens, IUSY (International Union of Socialist Youth), LYMEC (European Liberal Youth), YES (Young European Socialists), YFJ (European Youth Forum), JEF (Young European Federalists)

European youth organisations : FESYA (Albania), AYF (Armenia), JUNOS (Austria), SJO (Austria), SJO (Austria), VSSTO (Austria), Jeunes CDH (Belgium),  Jeunes MR (Belgium), JONG CD&V (Belgium), JS (Belgium), BSPYU (Bulgaria), ELYA (Bulgaria), MSD (Czech Republic), CSDY (Croatia), CTP Youth (Cyprus), EDEK Youth (Cyprus), DSU (Denmark), Radikal Ungdom (Denmark), SDY (Estonia), SDY (Finland), SU/Svensk Ungdom (Finland), Jeunes Démocrates (France), Jeunes UDI (France), MJS (France), JULIS (Germany), JUSOS (Germany), SDJ Die Falken (Germany), Neoi Prasinoi (Young Greens of Greece) (Greece), Societas (Hungary), Ógra Fianna Fáil (Ireland), Young Fine Gael (Ireland), FGS (Italy), GD (Italy),  LSDYU (Lithuania), Chrëschtlech-Sozial Jugend (Luxembourg), Déi Jonk Gréng (Luxembourg), Jonk Demokraten (Luxembourg), Jonk Lénk (Luxembourg), Jonk Piraten (Luxembourg), Jonk Sozialiste (Luxembourg), SDY (Macedonia), FZL (Malta), SDY (Montenegro), Jonge Demokraten (Netherlands), KrFU (Norway), FMS (Poland), JS (Portugal), Alternativa Giovanile (San Marino),  DY (Serbia), LSVO (Serbia), SDY (Serbia), Mladi Europania/Young Europeans (Slovakia), Mladi Forum (Slovenia), JSC (Spain), JSE (Spain), SSF (Sweden), SSU (Sweden), CS/Swedish Centre Students (Sweden), CUF/Swedish Centre Youth (Sweden), JUSO (Switzerland), CHP (Turkey), Liberal Youth (UK)

 

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Junge Politiker mit klarer Stimme

 Für viele junge Leute ist die Politik eine fremde Welt – sie haben den Eindruck, dass die Debatten auf Krautmarkt und erst recht die Entscheidungen aus Brüssel nicht das Geringste mit ihren Bedürfnissen zu tun haben. Die vier Jugendorganisationen der Luxemburger Parteien wollen gegensteuern und sehen die Jungen in der Politik auf dem Vormarsch.

Dass die jungen Erwachsenen ohne großes Interesse und vielfach nur wegen der Wahlpflicht an die Urnen gehen, sieht zumindest Marion Muller (Déi Jonk Gréng) so. In ihren Augen ist diese “Politikverdrossenheit der jungen Wähler” auch eine Folge der schwarz-roten Politik. So sei die Sozialreform 5611, gegen die vor drei Jahren Tausende Schüler und Studenten auf die Straße gezogen waren, noch nicht vergessen. “Diese Reform hat nur dem Patronat geholfen, nicht aber den jungen Leuten”, sagt Marion Muller.

Auch ihre Kollegen von den anderen Parteien sehen die junge Bevölkerung auf verschiedenen Sektoren benachteiligt – wenn auch die Perspektiven weit auseinanderklaffen. So sieht die CSJ und ihr Präsident Serge Wilmes nicht ein, warum “eine Generation Schulden macht, die die nächste Generation wieder abbezahlen muss”. Gesunde Staatsfinanzen sind für die christlich-soziale Jugendorganisation nicht zuletzt ein Zeichen für Generationengerechtigkeit.

Bei Bildung und Wohnraum drückt der Schuh

Für Claude Lamberty von den Jungen Demokraten steht das Thema Wohnen im Vordergrund. Weil günstiger Wohnraum innerhalb des Großherzogtums kaum noch zu bekommen sei, würden viele junge Leute aus dem Land gedrängt: “Viele sind gezwungen im Ausland zu wohnen. Nicht weil es dort so schön ist, sondern weil sie sich nichts anderes leisten können.”

Einig sind sich die Jugendorganisationen, dass mehr für die Bildung getan werden muss. Jedes Jahr verlassen 14 Prozent der Jugendlichen ohne Abschluss die Schule. Ihnen müsse man “Alternativen bieten”, findet Taina Bofferding (JSL). Sie unterstützt zum Beispiel die “Schoul vun der zweeter Chance”, wo junge Erwachsene – ob in der Arbeitslosigkeit oder nach einer Lehre – ihren Schulabschluss nachholen können.

34 “junge” Kandidaten

Eines ist sicher: Innerhalb der Parteien haben die jungen Kandidaten Terrain gutgemacht. So gelten insgesamt 34 Kandidaten auf den Listen zur Parlamentswahl als “jung” – je nach Parteidefinition liegt die Obergrenze hierfür zwischen 30 und 35 Jahren. Bei den Grünen sind es acht Kandidaten, bei der CSV sechs, bei der DP neun und bei der LSAP elf.
Zwar sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Jugendorganisationen schon recht groß – es gehe aber um ein Zeichen, meint Claude Lamberty. Immerhin wolle man den Erstwählern und jungen Erwachsenen signalisieren, dass junge Politiker ein gewisses Mitspracherecht in ihren Parteien haben. Deswegen müssten auch die Unterschiede erst einmal in den Hintergrund treten, erklärt Lamberty und ergänzt: “Wenn wir gemeinsam Gehör finden wollen, müssen wir zusammenarbeiten.”

Quell: wort.lu

JDL demonstriert vor der „Chamber“: „Och Jonker wellen wunnen“

Mit einer Aktion vor der Abgeordnetenkammer machten die Jungdemokraten am Mittwoch auf eine wesentliche Sorge der jungen Haushalte aufmerksam: Wie finde ich adäquaten Wohnungsraum und wie finanziere ich ihn? Die CSV-Wohnungsbaupolitik habe jedenfalls wenig dazu beigetragen, damit diese Frage sich weniger akut stellt, und selbst die aktuelle Wirtschaftskrise wird laut Erhebungen der “Chambre Immobilière” die Preise nicht weiter drücken. Mittlerweile hat die CSV/LSAP-Koalition den “Wohnunsbaupakt” mit den Gemeiden angespornt, dessen Resultat sich allerdings erst nach Jahren zeigen wird.

Die JDL ist skeptisch, dass diese Maßnahme zu einer Vergrößerung des Angebots und zu einem Rückgang der Grundstückspreise führen wird. Vielmehr dürfte sie Prozeduren weiter verkomplizieren und demnach die Preise weiter antreiben. Die JDL fordert, dass endlich das Baugesetz von 2004 überarbeitet wird und die Genehmigungsprozeduren bei Erschließung von Bauland auf maximal 6 Monate verkürzt werden. Ferner möchte sie eine drastische Erhöhung des Abschreibungspreises der Kreditzinsen für junge Haushalte durchsetzen. Die von der DP befürwortete Verdreifachung des Abschreibungsbetrags währent der ersten 10 Jahre der Kredittilgungszeit ist für die JDL ein Schritt in die richtige Richtung.

Außerdem unterstützen die Jungdemokraten den Vorschlag der DP, ein Wohngeld einzuführen, das den finanziellen Spielraum vor allem junger Haushalte erhöhen wird. Die JDL ist ferner der Meinung, dass Bauland im Besitz des Staates und der Gemeinden vorzugsweise den jungen Haushalten mit niedrigem und mittleren Einkommen zur Verfügung gestellt werden sollte und zwar vor allem mittels Erbpachtvertrag. Auch sollten die vom luxemburgischen Staat angemieteten Wohnungen jungen Familien mit niedrigem Einkommen zu einem sozial gestaffelten Mietpreis zur Verfügung gestellt werden.

Quell: JOURNAL 24-04-2009